UNIVIE Teaching Award 2026
Mit dem UNIVIE Teaching Award 2026 will die Universität Wien das Engagement in der Lehre sichtbar machen und hervorragende Lehre würdigen.
In diesem Jahr vergibt die Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät drei Lehrpreise, und zwar jeweils einen zu den folgenden Kategorien:
Kategorie 1: Forschungsbezogene Lehre
Die aktuelle Forschungslandschaft unserer Fakultät ist durch eine zunehmende Zahl an Drittmittelprojekten geprägt. Dem humboldtschen Gedanken folgend, dass die Einheit von Forschung und Lehre die Grundlage der universitären Bildung bildet, sollten diese Projekte und auch andere Forschungsinitiativen auch in die Lehre einfließen. Forschungsbezogene Lehre fördert kritische Reflexion, Neugier und eigenständiges Denken und repräsentiert damit ein nachhaltiges Lernen, das den Fokus dezidiert auf qualitative Kriterien liegt. In dieser Kategorie werden Lehrformate ausgezeichnet, die Studierende einerseits aktiv in Forschungsprozesse einbinden und ihnen ermöglichen, wissenschaftliche Methoden und Denkweisen praxisnah zu erleben. Sie würdigt innovative Ansätze, die Forschung für die Studierenden greifbar machen - im Kursraum oder im Feld. Insbesondere von Bedeutungen sind dabei Ansätze, die entweder individuelle ("gute Masterarbeiten vor den Vorhang") Leistungen oder aber kollektive Anstrengungen von Masterstudierenden (Abschluss einer, auch Langzeit-Masterarbeit als Teilprojekt von studentischen "Forschungsgruppen") hervorheben.
Kategorie 2: Lernraum Diversität
Die Kategorie würdigt Lehrprojekte, die einen offenen und reflektierten Umgang mit sprachlicher, kultureller und gendermäßiger Vielfalt fördern. Ausgezeichnet werden Formate, die Studierende für Diversität sensibilisieren und diese als Ressource für gemeinsames Lernen und Forschen sowie für das gesellschaftliche Miteinander erschließen. Im Mittelpunkt stehen innovative Ansätze, die Komplexitätstoleranz fördern, Diskriminierung dekonstruieren und eine inklusive Lernumgebung schaffen. "Lernraum Diversität" steht für eine Fakultät, an der Diversität nicht nur anerkannt, sondern aktiv gestaltet wird. Als mögliche thematische Spezifizierungen bieten sich Alter, Gender, Inklusion, Migration, soziale Herkunft oder ethnische Zugehörigkeit an, die in der Lehre eine durchaus kritische Erwartungsklärung erfahren sollten.
Kategorie 3: Innovative Lehr- und Prüfungsformate: Digitalisierung und Einsatz von KI
Ausgezeichnet und gefördert werden Lehrprojekte, die Lehre aber auch das Prüfungsgeschehen kreativ und zeitgemäß denken und das Lehrangebot der Fakultät als durchaus digital versierte Universität positioniert. In einer Zeit, in der KI-gestützte Textproduktion klassische Formate wie Seminararbeiten oder Essays herausfordert, sind nicht nur alternative Prüfungsformen gefragter denn je, sondern Digitalisierung und der Einsatz erfordert eine beidseitige Reflexion, sowohl von Studierenden als auch Lehrenden: was heißt digital in Bezug auf Lernunterlagen und Lehrveranstaltungsmaterialien? Welche Vor- und Nachteile bringen digitale bzw. hybride Prüfungsformate mit sich? Darf ich KI einsetzen? Wenn ja, in welcher Form? Wenn nein, warum?
Ausgezeichnet werden Konzepte, die bei Prüfungen auf Eigenständigkeit, Kreativität, kritisches Denken und individuellen Lernfortschritt setzen - etwa durch projektbasierte Arbeiten, mündliche Formate, Portfolios oder forschungsnahe Examina, aber dabei auch kritisch die Vor- und Nachteile von Digitalisierung (inkl. Einsatz von KI) zur Geltung bringen können.
Die Kategorie würdigt Personen, die in diesem Bereich eine Inspiration für die übrigen Lehrenden der Fakultät darstellen und zeigen sollen, dass jede Innovation durch das Aufzeigen von Alternativen bzw. kritisches Reflektieren begleitet sein sollte.
Dotierung
Die Dotierung der Lehrpreise erfolgt mit jeweils 3.000 Euro aus universitären Mitteln.
Welcher Zeitraum wird berücksichtigt?
Es werden das Sommersemester 2024 bis Wintersemester 2025/2026 herangezogen.
Wer kann sich bewerben?
Alle Lehrenden, die an unserer Fakultät im genannten Zeitraum eine den Kategorien entsprechende Lehrveranstaltung abgehalten haben.
Wer kann nominieren?
Selbstnominierung, Nominierung durch die (Vize)Studienprogrammleiter*innen und die Studierenden ist möglich. Für die Einreichung ist das bereitgestellte Template zu verwenden.
Auswahlprozess
Die Auswahl der Lehrpreise erfolgt in einem dreistufigen Verfahren.
- In einem ersten Schritt wird auf Ebene der Studienprogrammleitungen unter Beteiligung der Studienrichtungsvertretungen sowie einer/s externen Studienprogrammleiter*in unserer Fakultät eine Shortlist zu den jeweiligen Kategorien erstellt. Die Studierenden haben das Recht, bis zu 50% der Plätze im Auswahlkomitee zu besetzen.
- In einem zweiten Schritt werden die Shortlists unter Leitung des VD Lehre der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät von den Studienprogrammleiter*innen der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät diskutiert und eine abschließende Reihung erstellt.
- Die endgültige Entscheidung wird vom Scientific Advisory Board der Fakultät getroffen.
Timeline
- Einreichung der Bewerbungen bis 31. März 2026
- Frist für die Erstellung der Shortlist auf der Ebene der Studienprogrammleiter*innen und der Studierenden bis 30. April 2026
- Auswahl der Preisträger*innen durch die Studienprogrammleiter*innen der Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät bis 31. Mai 2026
- Entscheidung durch den Scientific Advisory Board der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät bis 15. Juni 2026
- Bekanntgabe der Preisträger*innen an das Vizerektorat Lehre bis 25. Juni 2026
- Verleihung des Lehrpreises im Wintersemester 2026/27
Einreichung
Die Einreichungen des vollständig ausgefüllten Templates muss bis spätestens 31. März 2026 unter dekanat.philkult@univie.ac.at erfolgen.
Anträge, die nach der Einreichfrist einlangen, können nicht mehr berücksichtigt werden.
